Mit ihrem neuesten Buch leistet Frau Strasser einen Beitrag zur Diskussion um Gebisse:Ist ein Stück Eisen im Maul der beste Weg,ein Pferd zu kontrollieren -oder ist es brutale Sie gibt die Argumente und Thesen von Robert Cook wieder,der als Coautor genannt wird,und ergänzt diese vereinzelt durch eigene Beobachtungen und Überlegungen.Die Argumentation -ausschließlich kontra Gebiss -ist teilweise lückenhaft,so erwecken die Autoren den Eindruck,ohne Metallgebiss gäbe es keinerlei Probleme im Umgang mit Pferden,was sicher nicht haltbar ist.
Manche Bilder erwecken den Eindruck, als ersetze man da nur eine Folter (Gebiss)durch eine andere (zum Beispiel durch scharfe Seile als Zäumung bei Rai).
Einige Schaubilder sind nicht übersetzt, was das Verständnis aber kaum stört.
Leider fehlt eine Diskussion der vorgeschlagenen gebisslosen Zäumung, die ja durch Riemen über der Pferdenase natürlich auch Druck -und damit Gewalt -ausübt,Die aufgeführten Erfahrungsberichte,die „problematische Pferde “beschreiben,lassen sämtliche möglichen anderen Ursachen für die Probleme außer eben „Eisen im Maul“ völlig außer Betracht.Der Leser gewinnt den Eindruck,daß es keine Tierquälerei außer Metallgebissen (und Hufeisen!) gibt -bzw.daß nur das Metallgebiss einer vernünftigen Reitweise im Wege steht. Ob manche Pferde auf die vorgeschlagene Zäumung nicht ausreichend reagieren und dann um so brutaler kontrolliert werden müssen,fi ndet keine Beachtung.
Trotz der Einseitigkeit bleibt das Buch mit 50 Text-und Bildseiten ein umfassender Überblick über die Kontra-Gebiss-Argumente.Mit kritischem Blick gelesen regt es zum Nachdenken an,zumal einige Ansätze mehr als nur einen zweiten Gedanken wert sind. |
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